Wasserversorgung




Sinnvoller Umgang mit Trinkwasser

Wasserbeschaffenheit Melsungen 

1. Wasserhärte

Aufgrund von Europäischem Recht werden die 4 alten Bereiche durch 3 neue
Härtebereiche ersetzt. Die Angaben müssen in Millimol Calcium Carbonat pro Liter erfolgen.

Die Härtebereiche werden unterteilt in:

Härtebereich weich:
weniger als 1,5 Millimol Calcium Carbonat je Liter
(entspricht weniger als 8,4 ° deutscher Härte)

Härtebereich mittel:
1,5 bis 2,5 Millimol Calcium Carbonat je Liter
(entspricht 8,4 - 14° deutscher Härte)

Härtebereich hart:
mehr als 2,5 Millimol Calcium Carbonat je Liter
(entspricht mehr als 14° deutscher Härte)

Härtebereiche im Stadtgebiet
Pendelzone: je nach Wasserversorgungssituation schwankt der Härtebereich zwischen weich und mittel 

Im Folgenden können Sie hier die Wasserhärte Ihrer Straße überprüfen. 

2. Nitrat

Die ermittelten Nitratwerte liegen zwischen 1 und 15 mg pro Liter und somit weit unter dem gesetzlich festgesetzten Grenzwert von 50 mg pro Liter.

3. Pflanzenschutzmittel

Die ermittelten Werte für Pflanzenschutzmittel sind geringer als die Nachweisgrenzen.

4. Mikrobiologische Untersuchung

Die mikrobiologischen Untersuchungen ergaben keine Beanstandungen.

Für Fragen und Auskünfte stehen Ihnen die Mitarbeiter des Wasserwerkes unter den Telefonnummern 05661/708 151 und 0160 5303406 gerne zur Verfügung.

Wasserversorgung der Stadt Melsungen als schematischer Netzplan (nicht maßstabsgerecht).

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Wasser ist die fundamentale Voraussetzung
für das Leben auf der Erde

Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel, da es durch nichts anderes ersetzt werden kann. Daher ist der Schutz des Wassers und der sparsame Umgang mit Trinkwasser eine der wichtigsten Aufgaben des Menschen.

Der natürliche Wasserkreislauf und die Qualität des Trinkwassers werden jedoch auf vielfältige Weise durch menschliche Eingriffe beeinträchtigt. Auch wenn bei uns in Mitteleuropa scheinbar noch genügend Trinkwasser zur Verfügung steht, werden weltweit die Reserven immer knapper. Mehr als 1,2 Milliarden Menschen können nicht mehr über sauberes Trinkwasser verfügen. Eine Folge sind zunehmende Infektionskrankheiten, von denen man glaubte, sie seien längst besiegt.

Aber auch in unseren Breiten ist sauberes Wasser nicht selbstverständlich. Es müssen große Anstrengungen unternommen werden, um das wichtige Gut Trinkwasser ausreichend zu schützen und bereitzustellen: Obwohl Deutschland zu den wasserreichsten Regionen der Erde gehört, ist es in vielen Regionen nicht mehr möglich, eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Grundwasser zu garantieren. Es muss auf Oberflächenwasser oder Uferfiltrat zurückgegriffen werden.

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Neben der immer aufwendiger werdenden Versorgungs- und Reinigungstechnik (z.B. Brunnen, Leitungen, Behälter und Aufbereitungsanlagen), sind es auch die Anforderungen an die hygienische Kontrolle, die Trinkwasser zum kostbaren Gut werden lassen.
Grundlage der hygienischen Überwachung des Trinkwassersist das Infektionsschutzgesetz (früher Bundesseuchengesetz). Wichtigstes Ziel dieser Verordnung ist die Sicherstellung von sauberem und hygienisch kontrolliertem Trinkwasser, das eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit ausschließt . Dieses wird vor allem durch die Einführung von Grenzwerten für gesundheitsschädliche biologische und chemische Parameter erreicht. Von zentraler Bedeutung ist dabei die mikrobiologische Überwachung des Wassers, die sicherstellen soll, dass keine potenziell gesundheitsschädlichen Darmkeime wie z.B. Escherichia coli und andere Enterobakterien im Wasser nachweisbar sind. Darüber hinaus enthält die Verordnung auch für weniger gefährliche Inhaltsstoffe oder Stoffe, deren Giftigkeit nicht genau bekannt ist, Grenzwerte, die vor allem der Vorsorge dienen.

Neben Inhaltsstoffen, die in einem bestimmten Rahmen normalerweise im Wasser vorkommen wie Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Chlorid, Sulfat, Hydrogenkarbonat und Silikat sowie chemisch-physikalische Messwerte (z.B. pH-Wert, Temperatur und Leitfähigkeit) und summarisch erfasste Werte (gesamter organischer Kohlenstoff: TOC, Wasserhärte u.a.), werden auch Substanzen analysiert, die in Spuren auch im natürlichen Wasser vorkommen können, die aber meistens durch menschliche Eingriffe erhöhte Konzentrationen aufweisen. Dazu gehören zum Beispiel Nitrat, Ammonium, Phosphat oder verschiedene Metalle sowie bestimmte organische Stoffe.
Besondere Bedeutung haben die Analysen primär giftiger, zumeist durch menschliche Eingriffe in das Wasser gelangter
Stoffe wie zum Beispiel Schwermetalle (z.B. Blei, Cadmium, Quecksilber, Arsen, Chrom u.a.), Cyanide, Stickstoffverbindungen, chlorierte Lösungsmittel, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (z.B das krebserregende Benz(a)pyren) und
Pestizide.

Die regelmäßige Untersuchung des Trinkwassers auf mögliche Verunreinigungen ist, auch wenn es in Melsungen bislang keinen Grund zur Beanstandung gab, durchaus sinnvoll und notwendig. Die verheerenden Trinkwasserseuchen wie Typhus und Cholera, die noch
bis vor hundert Jahren auch deutsche Städte regelmäßig heimsuchten, sollten daran erinnern, dass große Anstrengungen nötig waren und noch sind, die Bevölkerung mit dem heute nahezu selbstverständlichen, hygienisch einwandfreien Wasser zu versorgen


Die Wasserversorgung heute

Im 19. Jahrhundert schöpften oder pumpten die Melsunger Bürger/innen das Wasser aus einer der 19 Brunnenanlagen der Stadt. Nach Großbränden in 1872 und 1873, die allein mit dem Brunnenwasser nur schwer gelöscht werden konnten, entschloss man sich, die Wasserversorgung systematisch auszubauen. 1901 wurden die Staatsebachquelle und der Hochbehälter Steig in Betrieb genommen. Mit Hochdruck wurde in den Folgejahren am weiteren Ausbau der Versorgung gearbeitet. Neue Quellen und Tiefbrunnen wurden gefasst, Hochbehälter gebaut und Haus für Haus angeschlossen. Steigender Wasserbedarf der Bevölkerung und Industrie führte zu umfangreichen Erweiterungen in 1917, 1930, 1939 und hauptsächlich in den 60er bzw. 70er Jahren.

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Die heutige Trinkwasserversorgung der Stadt Melsungen, bestehend aus der Kernstadt mit ihren Stadtteilen, wird im Wesentlichen über 12 Tiefbrunnen sichergestellt. Mit den Tiefbrunnen können stündlich ca. 300 m³ Grundwasser zu Tage gefördert werden. Zur Speicherung des Trinkwassers und zur Sicherstellung des Brandschutzes existieren 12 Hochbehälter mit insgesamt  8000 m³ Gesamtvolumen. Jeweils ca. 50 % des Wasserbedarfs wird von der Bevölkerung, einschließlich Kleingewerbe und Landwirtschaft bzw. von den industriellen Großverbrauchern genutzt.

 

Das Rohrleitungsnetz ist so weit ausgebaut, dass alle Stadtteile am zentralen Wasserwerk angeschlossen sind. Zur Einhaltung der hohen Anforderungen der Trinkwasserverordnung, muss ein Großteil der geförderten Grundwässer vor der Abgabe an die Benutzer aufbereitet werden. Die größte Wassermenge von insgesamt 8 Tiefbrunnenanlagen, erfährt hierzu im Hochbehälter Stadtwald eine Anhebung des pH-Wertes durch eine physikalische Entsäuerung, wobei das Wasser feinblasig belüftet wird. Die anderen Tiefbrunnen werden ebenfalls in dieser Form separat entsäuert.
An den Standorten der Tiefbrunnen "Alter Köhlerplatz", "Altes Gehege" und "Paularsch" wurden dezentrale Entarsenungsanlagen erstellt. Diese Tiefbrunnen fördern Wässer zu Tage, welche durch die lange Verweilzeit im Untergrund Arsen aus dem Gestein gelöst haben. Der sehr strenge Grenzwert für diesen Stoff von 0,01 mg/l kann nur mit einer Aufbereitungsanlage eingehalten werden.

Störungsdienst (nach Dienstschluss): (0160) 5303406

Ansprechpartner:

 

 

Tel: 05661-708-140

Fax: 05661-708-159

 

Tel: 05661-708-151

Fax: 05661-708-159

Zuständiges Amt

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