„Herzensprojekte“ zeigen, wie vielfältig und engagiert Innenstadtbelebung sein kann

Gemeinsam für eine lebendige Innenstadt: Die Projektakteure und die Delegation der „Ab in die Mitte!“-Jury vor dem „Treffpunkt Melsungen“ in der Sandstraße 9.
Im April 2026 durfte die Stadt Melsungen im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung die Auszeichnung des Landesprogramms „Ab in die Mitte! Die Innenstadt-Offensive Hessen“ entgegennehmen. Für das eingereichte Projekt „Treffpunkt Melsungen – Herzensprojekte – Pop-up-Initiativen für eine lebendige Innenstadt“ wurde eine Förderung in Höhe von 15.000 Euro zugesprochen.
Seit Anfang Mai werden die verschiedenen „Herzensprojekte“ im Rahmen des bis Ende Oktober laufenden Aktionszeitraums umgesetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der „Treffpunkt Melsungen“ in der Sandstraße 9, der als Pop-up-Fläche Raum für kreative Ideen, Veranstaltungen und Initiativen bietet und damit neue Impulse für die Melsunger Innenstadt setzt.
Am Donnerstag, 10. September 2026, war nun eine Delegation der „Ab in die Mitte!“-Jury zu Gast in Melsungen. Im Rahmen ihrer Rundreise durch ausgewählte ausgezeichnete Kommunen informierte sich die Jury vor Ort über die Umsetzung des Melsunger Projekts und die bereits realisierten Aktivitäten.
Nach der Begrüßung am „Treffpunkt Melsungen“ stellte Alexander Dupont, Teamleiter für Stadtentwicklung und Stadtmarketing, zunächst das Projektkonzept, die Pop-up-Fläche und die verschiedenen Maßnahmen vor. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig die „Herzensprojekte“ angelegt sind und wie unterschiedlich die Ideen der beteiligten Akteurinnen und Akteure sein können.

Anschließend hatten einige Initiatorinnen und Initiatoren die Gelegenheit, ihre Projekte persönlich vorzustellen. Frank Eberlein berichtete über die durchgeführten Spieletreffs „Melsungen spielt“, während Dietmar Dargel Einblicke in die Umsetzung der ersten Melsunger Kunstmeile gab.
Beide Beispiele stehen stellvertretend für den Grundgedanken des Projekts: Die Stadt schafft mit dem „Treffpunkt Melsungen“ einen Raum und einen organisatorischen Rahmen – die eigentlichen Ideen kommen von Menschen, die ihre Innenstadt aktiv mitgestalten möchten.
Auch Bürgermeister Timo Riedemann nahm am Jurybesuch teil und dankte allen beteiligten Akteurinnen und Akteuren für ihr Engagement und ihren persönlichen Einsatz. Die zahlreichen unterschiedlichen Ideen und Aktivitäten seien ein wichtiger Beitrag dazu, die Innenstadt mit Leben zu füllen.

Nach der Präsentation ging es gemeinsam auf einen Rundgang durch die Innenstadt. Begleitet vom Bartenwetzer führte der Weg vom Treffpunkt in der Sandstraße entlang des Uferparks über die Bartenwetzerbrücke und die Brückenstraße bis zum Marktplatz und Rathaus. Dort konnte die Jury den Bartenwetzer-Wochenmarkt erleben und zugleich einen unmittelbaren Eindruck vom innerstädtischen Leben gewinnen.
Auf der Bartenwetzerbrücke entstand ein gemeinsames Erinnerungsfoto vor der dortigen Bronze-Darstellung der Melsunger Innenstadt, die einen besonderen Blick auf die historische Kernstadt ermöglicht. Anschließend führte der Rundgang wieder zurück in Richtung Sandstraße, von wo aus die Jury ihre Reise zur nächsten ausgezeichneten Kommune fortsetzte.

„Der Besuch der Jury war für uns eine schöne Gelegenheit zu zeigen, was hinter dem Projekt ‚Herzensprojekte‘ steckt: Menschen, die Ideen haben, Verantwortung übernehmen und ihre Innenstadt aktiv mitgestalten“, sagt Alexander Dupont. „Seit dem Start des Aktionszeitraums Anfang Mai konnten bereits zahlreiche unterschiedliche Projekte und Veranstaltungen umgesetzt werden. Besonders wichtig ist uns dabei, dass möglichst viele Menschen die Möglichkeit bekommen, eigene Ideen einzubringen und den öffentlichen Raum aktiv mitzugestalten.“
Der Aktionszeitraum der Melsunger „Herzensprojekte“ läuft noch bis Ende Oktober 2026. Bis dahin sind weitere Aktivitäten und Veranstaltungen geplant.

Die Stadt Melsungen bedankt sich bei allen engagierten Initiatorinnen und Initiatoren sowie bei der Jury und der Landesinitiative „Ab in die Mitte! Die Innenstadt-Offensive Hessen“ für den Besuch und das Interesse an der Umsetzung des Melsunger Projekts.
Denn eine lebendige Innenstadt entsteht nicht allein durch Gebäude und Plätze – sie lebt vor allem von den Menschen, die sie mit Ideen, Engagement und Leben füllen.

