cdw Stiftung spendet eine 360-kWp-Photovoltaikanlage am Melsunger Waldschwimmbad für circa 500.000 Euro.

Gemeinsam für mehr Solarenergie in Melsungen: Darius Maloschek, Sarah Link, Thomas Flügge, Bürgermeister Timo Riedemann und Erste Stadträtin Ulrike Hund präsentieren vor der Melsungen-Silhouette die Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Melsungen und der cdw Stiftung. Mit der geplanten 360-kWp-Photovoltaikanlage am Waldschwimmbad und einer Anschubfinanzierung von rund 500.000 Euro wird der Grundstein für weitere Klimaschutzprojekte in Melsungen gelegt.
Die Stadt Melsungen und die cdw Stiftung gehen beim Ausbau erneuerbarer Energien künftig gemeinsame Wege. Mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung wurde jetzt die Grundlage für die Umsetzung von Photovoltaikprojekten auf städtischen Liegenschaften geschaffen. Den Auftakt bildet eine große Photovoltaikanlage für das Waldschwimmbad Melsungen mit einer vorgesehenen Leistung von rund 360 Kilowatt-Peak (kWp).
Zur Unterzeichnung der Vereinbarung waren die Geschäftsführer der cdw Stiftung, Sarah Link und Thomas Flügge, zu Gast in Melsungen. Seitens der Stadt nahmen Bürgermeister Timo Riedemann und Erste Stadträtin Ulrike Hund teil. Ebenfalls vor Ort war Darius Maloschek, der bereits zahlreiche Bauprojekte in Melsungen begleitet beziehungsweise erfolgreich umgesetzt hat. Seitens der Stadt wird das Projekt durch die Bauverwaltung begleitet.
Rund 360 kWp Solarleistung für das Waldschwimmbad
Als erstes gemeinsames Projekt soll das Waldschwimmbad mit einer leistungsstarken Photovoltaikanlage ausgestattet werden. Vorgesehen ist eine Anlage mit einer Nennleistung von rund 360 kWp.
Eine wesentliche Grundlage für die Dimensionierung ist der hohe Strombedarf des Waldschwimmbades. Der Stromverbrauch unter Volllast liegt im Jahr bei circa 753.000 Kilowattstunden. Damit bietet die Liegenschaft sehr gute Voraussetzungen, einen großen Anteil des vor Ort erzeugten Solarstroms unmittelbar selbst zu nutzen.
Eine Voraussetzung für die Kooperation ist eine Eigenverbrauchsquote von mindestens 80 bis 85 Prozent des erzeugten Stroms. Darüber hinaus müssen Eigentum und Betrieb der PV-Systeme gemeinnützig ausgestaltet sein. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Modells ist das Interesse an weiteren Klimaschutz- und Energieprojekten, die aus den erzielten Einsparungen ermöglicht werden können.
Rund 500.000 Euro Anschubfinanzierung durch die cdw Stiftung
Die Investitionskosten für die geplante Photovoltaikanlage am Waldschwimmbad belaufen sich auf rund 500.000 Euro. Die Anschubfinanzierung übernimmt vollständig die cdw Stiftung.
Die Stiftung beauftragt zunächst ein Unternehmen mit der Errichtung der Photovoltaikanlage. Kurz vor der Inbetriebnahme wird die Anlage an die Stadt Melsungen übergeben.
Damit ermöglicht die Stiftung die Umsetzung des ersten großen PV-Projektes. Gleichzeitig verpflichtet sich die Stadt Melsungen, die durch die Anlage künftig eingesparten Energiekosten für weitere Klimaschutzprojekte im Stadtgebiet einzusetzen.
Intracting: Aus einer Investition entstehen weitere Projekte
Genau hier setzt das sogenannte Intracting-Modell an. Intracting ist ein übertragbares Konzept, das als internes Geschäftsmodell genutzt werden kann, um Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Gebäudebereich zu ermöglichen.
Die Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Melsungen und der cdw Stiftung ist auf zehn Jahre ausgelegt. Während dieses Zeitraums besteht eine jährliche Nachweispflicht. Die Stadt Melsungen verpflichtet sich, die durch die Photovoltaikanlage jährlich eingesparten Energiekosten wieder für Klimaschutzprojekte in Melsungen einzusetzen und die entsprechende Verwendung nachzuweisen.
Auf diese Weise entsteht ein langfristiger Finanzierungskreislauf: Die cdw Stiftung ermöglicht mit ihrer Spende von rund 500.000 Euro die erste Investition. Die Photovoltaikanlage produziert anschließend Strom und reduziert die Energiekosten der Stadt. Die daraus resultierenden Einsparungen fließen über einen Zeitraum von zehn Jahren wieder in neue Klimaschutzmaßnahmen.
Investieren, Energiekosten einsparen und die Einsparungen erneut in den Klimaschutz investieren – so entsteht aus einem ersten Projekt ein langfristiger Kreislauf.
„Mit der Kooperation erhalten wir die Möglichkeit, eine große Photovoltaikanlage am Waldschwimmbad zu realisieren und gleichzeitig einen langfristigen Finanzierungskreislauf für weitere Klimaschutzprojekte aufzubauen“, erklärt Bürgermeister Timo Riedemann. „Die Spende von rund 500.000 Euro durch die cdw Stiftung ist dabei ein starkes Signal. Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass die daraus resultierenden Einsparungen über zehn Jahre hinweg wieder dem Klimaschutz in Melsungen zugutekommen.“
Erste Stadträtin Ulrike Hund ergänzt: „Das Waldschwimmbad bietet aufgrund seines hohen Strombedarfs sehr gute Voraussetzungen für einen hohen Eigenverbrauch des erzeugten Solarstroms. Mit dem Intracting-Modell schaffen wir gleichzeitig die Grundlage dafür, dass aus diesem ersten Projekt weitere Maßnahmen entstehen können.“
Mit der Kooperation verbinden die Stadt Melsungen und die cdw Stiftung damit den Ausbau erneuerbarer Energien mit einem langfristig angelegten Finanzierungsmodell. Die geplante 360-kWp-Photovoltaikanlage am Waldschwimmbad mit einem Investitionsvolumen von rund 500.000 Euro bildet den Ausgangspunkt für weitere Klimaschutzinvestitionen in Melsungen.
Melsungen, 25.08.2026
I/8 Du
Der M a g i s t r a t
Timo Riedemann
Bürgermeister